
Honig ist ein Naturprodut das die Sammelbienen aus Nektar, Honigtau und Pollen von Pflanzen sowie körpereigene Enzymen herstellen. .
Wie entsteht Honig aus Honigtau?
- Ursprung des Honigtaues – Die Blattläuse
Honigtau wird nicht von Pflanzen selbst produziert, sondern entsteht durch Insekten wie Blattläuse, Wanzen oder Schildläuse, die an den Pflanzen saugen.
Diese Insekten ernähren sich von den Zellsäften der Pflanzen, insbesondere von deren Zuckerhaltigen Flüssigkeiten. Sie haben einen sehr effizienten Verdauungsprozess, der dazu führt, dass sie mehr Zucker aufnehmen, als sie tatsächlich verarbeiten können.
Der überschüssige Zucker, den die Insekten nicht verdauen können, wird als „Honigtau“ in Form von klebrigen Tropfen absondiert und fällt auf Blätter, Zweige oder den Boden. Auch bestimmte Baumarten wie Tannen oder Fichten sind besonders häufig betroffen, da diese Bäume viel Nektar und Zuckersaft in ihren Ästen produzieren.
- Sammlung des Honigtaues durch Bienen
Bienen sammeln diesen Honigtau, der meistens auf den Blättern oder Zweigen der Bäume zu finden ist. Der Honigtau hat im Vergleich zu Blütennektar eine höhere Konzentration an Mineralien und Aminosäuren, ist aber für die Bienen genauso eine wertvolle Zuckerquelle.
Die Bienen saugen den Honigtau auf und transportieren ihn in ihren Honigmagen, genauso wie sie Nektar sammeln. Der Nektar und der Honigtau durchlaufen dabei den gleichen Umwandlungsprozess.
- Umwandlung in Honig
Im Bienenstock wird der Honigtau von den Bienen wieder an andere Bienen weitergegeben und in die Waben abgelegt.
Durch den gleichen Prozess der Verdunstung und Enzymumwandlung wie beim Blütenhonig wird der Honigtau zu Honig. Das Wasser im Honigtau verdunstet, und die Bienen helfen dabei, die Zuckerkonzentration zu erhöhen. In diesem Schritt wird der Zucker (hauptsächlich Fruktose und Glukose) durch Enzyme wie Invertase in einfachere Zucker umgewandelt.
- Sobald der Honig die richtige Konsistenz erreicht hat (mit einem Wassergehalt von unter 20 %), versiegeln die Bienen die Waben mit Wachs, um den Honig zu konservieren.
Unterschiede zwischen Honigtauhonig und Blütenhonig
Honigtauhonig unterscheidet sich in mehreren Aspekten von Blütenhonig:
- Herkunft:
Blütenhonig stammt direkt aus dem Nektar von Blütenpflanzen.
Honigtauhonig wird aus den Ausscheidungen von Insekten (z.B. Blattläusen) gewonnen, die den Zuckersaft von Bäumen oder anderen Pflanzen aufnehmen.
- Geschmack und Aroma:
Honigtauhonig hat in der Regel einen kräftigeren, würzigeren Geschmack, der oft an Malz oder Karamell erinnert. Der Geschmack kann auch ein wenig "dunkler" und intensiver sein als der süße, florale Geschmack von Blütenhonig.
Blütenhonig hingegen hat ein viel leichteres, blumigeres Aroma, das oft an die Pflanze erinnert, aus der er stammt.
- Farbe:
Honigtauhonig ist in der Regel dunkler als Blütenhonig. Er kann von bernsteinfarben bis hin zu fast schwarz reichen.
Blütenhonig ist dagegen oft hellgelb oder goldfarben.
- Mineralien und Nährstoffe:
Honigtauhonig enthält im Vergleich zu Blütenhonig oft mehr Mineralien, insbesondere Kalium, Magnesium und Kalzium. Außerdem sind in ihm mehr Aminosäuren enthalten, die dem Honigtauhonig seine charakteristische, komplexere Zusammensetzung verleihen.
Blütenhonig enthält hauptsächlich Zucker (Fruktose und Glukose), und der Mineralgehalt ist im Vergleich zum Honigtauhonig geringer.
- Kristallisation:
- Honigtauhonig kristallisiert in der Regel langsamer und kann eine sehr feine, cremige Textur haben, während Blütenhonig schneller und gröber kristallisieren kann.
Vorkommen und Ernte von Honigtauhonig
Wo Honigtauhonig vorkommt: Dieser Honig ist besonders in Wäldern und in Gebirgsregionen verbreitet, in denen Bäume wie Tannen, Fichten, Lärchen oder Eichen wachsen. Diese Bäume sind oft Ziel von Blattlaus- oder Schildlausbefall, die den Honigtau produzieren.
- Ernte: Da Honigtauhonig oft in waldreichen Gebieten vorkommt, ist die Ernte von Honigtauhonig typischerweise weniger verbreitet als die von Blütenhonig, da die Bienen in solchen Gebieten oft auch Nektar von anderen Quellen sammeln. In der Imkerei wird der Honigtauhonig jedoch besonders geschätzt und als exklusives Naturprodukt gehandelt.
Fazit
Honigtauhonig entsteht durch die Zusammenarbeit von Bienen und Insekten, die den Zuckersaft von Pflanzen oder Bäumen (insbesondere von Blattläusen) aufnehmen und den überschüssigen Zucker als Honigtau ausscheiden. Die Bienen sammeln diesen Honigtau und verwandeln ihn durch Verdunstung und enzymatische Umwandlung in Honig. Der resultierende Honigtauhonig ist charakteristisch für seinen dunklen Farbton, intensiven Geschmack und höheren Mineralgehalt im Vergleich zu Blütenhonig. Besonders in waldreichen Gebieten, in denen Tannen oder Fichten befallen sind, findet dieser Honig Anwendung und wird von Imkern geschätzt.
